Zeittafel  zum Namen Gürtzgen

 

Mit dieser Zeittafel möchte ich Personen und Ereignisse,

soweit diese die Familie Gürtzgen betreffen, in Kurzform

vorstellen. Die ausführliche Geschichte der Familie findet

man dann zu einem späteren Zeitpunkt in dem Buch

„Die Chronik der Familie (von) Gürtzgen“! 

 

Diese Tafel wird laufend ergänzt

 

Die Gürtzgen von Ahrweiler, einen springenden Hirsch von natürlicher Farbe im Schilde führend, kommen auch vor unter den Namen Gürtzgen von Münstereifel und Gürtzgen von Schwerfen, und heißen lediglich einfach von Gürtzgen.

 

 

1356 - 1396

Clas Gürtzgen

Text: Clas Gürtzgen und Margartha, Ehefrau, erkaufen 1356 von Bartholomäus von Bachem einige Wiesen. Sie lebten beide noch 1396.

            Quelle: Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius…Der III Abtheilung 10 Band - Coblenz 1864

1438

Nikolaus Gürtzgen von Münstereifel

 

1430, 18. Dezember

            Clais Goirtzgin

Text: Brant von Antweiler schenkt und verkauft dem Spital zu Münstereifel  mehrere Wiesen und Äcker zu Antweiler, die zum Teil dem Junker Johann von Metternich und Otto von Wachendorf zinspflichtig waren.

- Clais Goirtzgin eyn malder euen.

1438

Nicolaus Guertzgin

 

Elisabeth seine Tochter

den Gotthard Rumschöttel von Fritzdorf heirathet

1454

Lambert Gürtzgen von Münstereifel

reisiger Knecht, 1454, vielleicht derselbe, der 1485 als Burgmann zu Schleiden genannt wird.

 

Als Reisiger, Reisige, Reißige oder reisiger Knecht wurden im Mittelalter gewappnete Dienstleute oder berittene Begleitpersonen bezeichnet. Im 16. Jahrhundert bezeichnete man mit diesem Begriff einen (bewaffneten) Reiter im Gegensatz zum Fußvolk. Sie galten nicht als Söldner.

1460

Dam Gürtzgen von Münstereifel

reisiger Knecht, 1460

 

Als Reisiger, Reisige, Reißige oder reisiger Knecht wurden  im Mittelalter gewappnete Dienstleute oder berittene Begleitpersonen bezeichnet. Im 16. Jahrhundert

bezeichnete man mit diesem Begriff einen (bewaffneten) Reiter im Gegensatz zum Fußvolk. Sie galten nicht als Söldner.

1467 - 68

Lambricht Gurtzgen

Text: 467 - 68. (van deim jair LXVIII vp sent Huprichs dache.) Item Lambricht Gurtzgen gegeven vur ein malder euen  ind hoin zu Antwilre 40 m.

1485

Lambert Guertzgen von Schwerfen

ist Burgmann zu Schleiden

 

Als Burgmann wurden im Mittelalter ritterbürtige Mitglieder des Adels bezeichnet, die von einem Burgherrn mit der sogenannten Burghut beauftragt waren, das heißt, die eine Burg zu bewachen und zu verteidigen hatten. In der Regel saßen mehrere Burgmannen auf einer Burg und bildeten die Burgmannschaft. Burgmannen wurden manchmal auch als Dienstmannen bezeichnet. Sie unterstanden dem Burgherrn oder einem von ihm beauftragten Burgkommandanten, der häufig auch den Titel Burggraf führte. Da für den Burgmann Lehnsrecht galt, wurden Rechtsstreitigkeiten vor eben diesem Burggrafen verhandelt. Bei ihrer Aufgabe wurde die adlige Burgmannschaft oft von nichtadligem Personal wie Torwarten und Türmern unterstützt.

Ursprünglich wurde der Burgmann für seinen Dienst mit Naturalien bezahlt. Später erhielt er als Entlohnung ein sogenanntes Burglehn, das ab dem späten 13. Jahrhundert eine festgelegte Geldsumme war. Seit dem 13. Jahrhundert wurden die Rechte und Pflichten des Burgmanns in einem schriftlichen Burgmannsvertrag geregelt. Dieser legte neben dem Einsatzort und den Zeiten, in denen einen Burgmann auf der Burg anwesend sein musste, manchmal auch die nötige Bewaffnung und Ausrüstung fest. Die Pflicht zur Anwesenheit – Residenzpflicht genannt – bedingte, dass der Burgherr seinen Burgmannen unentgeltlich einen Wohnsitz innerhalb der Burganlage oder zumindest in deren unmittelbarer Nähe zur Verfügung stellen musste. Eine solche Wohngelegenheit wurde Burgmannensitz (oder auch Burggut) genannt.

Der Residenzpflicht entzogen sich Burgmannen häufig durch die Stellung von bewaffneten Knechten. Mit der Einführung solcher nichtadliger Burgbesatzungen und dem Wandel von Burgen zu Festungen im späten Mittelalter verschwand das Burgmannensystem, und die Burghut wurde von Kriegsknechten und Söldnern wahrgenommen.

1499

Nicolaus, Bernhard und Werner Guertgen

sind Manderscheidsche Vasallen

 

Ein Vasall (Keltisch gwas, lat. vassus: Knecht) war im frühen Mittelalter (6.−7. Jahrhundert) ein Herr, der sich  freiwillig als Gefolgsmann in den Dienst eines anderen Herrn stellte und sich diesem für bestimmte militärische oder

diplomatische Dienstleistungen verpflichtete. Der Vasall  musste eine bestimmte Anzahl an Soldaten zur Verfügung stellen, um somit den Dienstherrn in dessen Krieg zu unterstützen. Die Lehnspflicht bestand aber auch aus  Abgaben, zum Beispiel für die herrschaftlichen Kriegsdienste, oder aus ähnlichen Leistungen. Der Vasall genoss

den Schutz seines Lehnsherren.

1501

Nicolaus Guertgen

wird Herr zu Vernich

1506

Anna von Gürtzgen,    die Tochter des

 

Cornelius von Gürtzgen,

war Erbin des Gürtzgenhofes zu Groß-Büllesheim. heirathete Everhard von Büdesheim zu Burgfey, der jedoch kinderlos starb

1524

Anna ehelichte den Clais von Katzfey, welcher mit Burgfey belehnt wurde

1507

Heinrich Gürtzgen von Schwerfen

wird unter der jülischen Ritterschaft aufgeführt

1511 - 1512

            Joncker Hinrichs Gurtzgen

Text unter der Überschrift: Innemen an gelde / Joncker Hinrichs Gurtzgen schuer zo Langenhecken 2 s.

Junker (von Mittelhochdeutsch Juncherre ‚junger Herr‘, Jungherr‘) steht für:Junker (Jkr.) Prädikat für ursprünglich Mitglieder des Hochadels ohne Ritterschlag, später auch

allgemein die Söhne des Adels

1512

Hartmann Gürtzgen

Bürger zu Arweiler und Vormund von Kunibert von Arenthal 1509, siegelt mit dem Hirsch

1515,  23.Oktober

Junker Claes Guertzgen und seine

 

Ehefrau Kathrine Spieß von Bülleshem

schenkten dem Stift Münstereifel eine Jahresrente von 8 Mark . Geld aus dem Hause Kruichenbach zu einem Jahrgedächtnis für sich und ihre Angehörigen.

1520

Heinrich Gürtzgen von Schwerfen

Knappe, stirbt 15. Sept. 1520 und wird zu Marienwald bei Nideggen begraben - Er opfert sein Streitroß und seine Waffen für den Altar im Kloster Marienwalde. Seine Schwester Elisabeth

war an Philipp von Adenau verheiratet.

 

Knappen oder Schildknappen begannen ihre Lehrzeit meist mit dem 7. Lebensjahr als Page, um als Diener erste Erfahrungen im höfischen Umgang und dem Adelszeremoniell zu sammeln. Mit 14 Jahren wurden sie feierlich vom Priester vor dem Altar zu Knappen erhoben; dazu erhielten sie ein geweihtes Kurzschwert. Die Ausbildung fokussierte nun verstärkt das Erlernen des Waffenhandwerks. Der Knappe musste nun seinem Herrn beim Anlegen der Rüstung behilflich sein, die Waffen instand halten und die Pferdepflege überwachen. Auf Kriegszügen und zu Turnieren hatte er ihn zu begleiten, ihm die Waffen zu reichen und in jeder Beziehung für ihn zu sorgen. Ausgerüstet mit eigenem Schild, Eisenhut, Kurzschwert, Streitkolben oder Streitaxt, durfte er mitunter selbst am Turnier (insbesondere am Massenkampf, der Buhurt) teilnehmen. Nur mit Langschwert und Lanze, die den Rittern vorbehaltenen Waffen, durfte er nicht kämpfen. In Turnier und Schlacht hatte der Knappe seinen Herrn zu unterstützen. Beim Turnier führte der Knappe dem Ritter das Streitross nach, ein anderer trug Helm, Lanze und Schild (davon ihr französischer Name Ecuyer, Schildträger, Schildknappe). Im Gefecht hielt der Knappe sich hinter seinem Herrn, um ihm Hilfe zu leisten, wenn er verwundet wurde, ihm ein anderes Pferd oder eine andere Lanze zu reichen oder die gemachten Gefangenen in Verwahrung zu nehmen.

Hatte der Knappe das 21. Lebensjahr erreicht und sich durch Mut und Treue ausgezeichnet, so empfing er die Schwertleite bzw. den Ritterschlag.

Knappen, die aus persönlichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht für den Ritterschlag in Frage kamen, versuchten häufig als Edelknechte ein rittermäßiges Leben zu führen.

1544

Werner und

 

Reinhard werden als Söhne von Nicolaus Gürtzgen, Herr zu Vernich,genannt

1550

Werner Gürtzgen auf Klein-Vernich

            Text: Er unterschrieb die kölnische Erblandesvereinigung. Quelle hier: Geschichten der Burgen, Rittergüter … 

1559

Reinhard Gürtzgen zu Klein - Vernich

 

1626, 27. August 

Dietrich von Gürtzgen

wird in der Schlacht bei Lutter am Barenberge von Tilly  (kaiserlicher Feldherr), gefangen genommen.

1630

Maria von Gürtzgen

            Vergleich zwischen Gottfried von Steinen und Dietrich von Steinen

1636

Wilhelm von Gürtzgen zu Tummen

            unterzeichnet die Jülich - Bergische Erblandvereinigung

 

1673  - 1721

Sibylla Johanna von Gürtzgen auf Dhün

gest. 1721, mit Heinrich Moritz Cathcart von Carbiston

zu Bundenbach vermählt.

1688 

Agathe Agnes Elisabeth

 - Tochter von Johann Werner von Gürtzgen zu Dünnenburg, heiratet 1688 den Freiherren Johann Diedrich von Jülich zu Berg;

 

Rudolf von Gürtzgen zu Dhunnenburg (Dhün)

Vater von Heinrich Wilhelm - mit

 

Sibylla von Calkum genannt Leutmar,

vermählt. Sie hatten einen Sohn.

 

Friedrich von Gürtzgen zu Dhün,

der mit Agatha von der Lühe zur Buschmühle einen Sohn gebar. Dieser ehelichte Friederica Agnes von Mosbach, genannt Breidenbach zu Delling. Die Tochter derselben,

Sibylla Josina Freiin von Gürtzgen zu Dhün, vermählte sich mit dem Freiherrn Ludwig Moritz Catheart von Carbiston zu Buderbach und starb im Jahre 1721.

 

Heinrich Wilhelm von Gürtzgen

kurbrandenburgischer Obrist und Drost zu Hausberge, im Fürstenthum Minden, lebte in kinderloser Ehe mit Agnes von Bottlenberg genannt Kessel.

 

Gottfried Heinrich von Gürtzgen

Gem. Agathe von der Lohe zur Buschmühle, wurde der Vater von Johann Werner von Gürtzgen zu Dünnenburg, der in der Ehe mit Friederike Agnes von Breidenbach

genannt Moosbach zu Delling nur Töchter gewann.

 

Johann Heinrich von Gürtzgen

Dietrichs Sohn, holländischer Obrist, erheurathet mit seiner ersten Frau Agnes Ursula Quad 1/8 des Hauses  Leuchtmar, deß anderen 7/8 das Ehepaar ankaufte. Es hat aber dieser Ehe einzige Frucht, ein Knabe, den Kinderjahren nicht überlebt. Die andere Ehe, mit Elisabeth Ida von Isselstein, blieb unfruchtbar

 

Johann Werner von Gürtzgen zu Dünnenburg, 

Sohn von Gottfried Heinrich  - der in der Ehe mit Friederike Agnes von Breidenbach genannt Moosbach zu Delling nur Töchter gewann

 

 

Für die Zeittafel

 

Die Familie von Gürtzgen hat wahrscheinlich schon gegen Ende des 15. Jahrhunderts kein Eigenthum in Schwerfen mehr gehabt. Denn beim Bau der Kirche, welcher wahrscheinlich in die Zeit nach 1491 fällt, sind nur die beiden in Schwerfen um diese Zeit begüterten Familien Bock von Lichtenbert Wohlthäter der Kirche gewesen, wie die Wappen derselben im ehemaligen Gewölbe zu beweisen scheinen.

 

Im 17. Jahrhundert waren die von Kaldenbach Eigenthümer der Gülichsburg, die jedoch anscheinend auch noch anderweitige Besitzungen in Schwerfen hatten. Ein Thonis von Kaldenbach, Burggraf zu Roidt, kaufte 1529 von Geillys Moinchs von Virnich eine Erbrente von 2 malter Roggen,  wofür ein Haus mit Ackerland zu Virnich als Pfand gesetzt wurde. Die Urkunde besiegelten die Schöffen zu Schwerfen.

 

 

 

 

Als Werner von Gürtzgen zu Vernich um 1559 starb, kam die Burg an seinen ältesten Sohn Daem (Damian), der sich vor 1574 mit Katharina Meyrath von Reifferscheid vermählte, aber schon zwölf Jahre später starb. Aus seiner Ehe gingen zwei Kinder hervor. Der Sohn Werner überlebte seine Mutter nicht. Auf einem Feldzug in Frankreich erlag er im Jahre 1592 in Dieppe der Ruhr. So wurde seine Schwester Katharina von Gürtzgen  Alleinerbin. Sie heiratete nach dem Tode ihrer Mutter im Jahre 1593 oder 1594 Johann Hocherbach (zu Vettweis) und brachte die Burg als Mitgift in diese Ehe ein.